Germanias Webmasterin Odette sammelt ein paar Eindrücke von unseren Sporttreibenden,

Trainer/innen wie von Verantwortlichen wie sie die Zwangspause im Sport gestalten.

 

 

Wie hält sich der Kapitän der 1. Mannschaft fit, wenn weder Platte noch Gegenspieler zum Tischtennistraining aufzufinden sind? Tobias Klinke feilt an seiner Kondition und schnürt zweimal wöchentlich die Laufschuhe. Mit Sling Training und Liegestütz kommt noch Stärkung für den Oberkörper dazu. Tischtennis kommt seit Wochen zu kurz. Allerdings ließ sich Tobias die Gelegenheit nicht nehmen, mal die Tischtennisplatte im Keller seiner Eltern zu beanspruchen. Ansonsten ist Home-Office angesagt und die Promotion im Bereich Marketing. Da nimmt sich Tobias ein aktuelles Thema vor. Tobias: „Wir haben Studien erhoben und konzipiert wie sich der Konsum der Menschen verändert hat in der Zeit von Corona und die Entwicklung danach.“ 

 

 


 
Julian Maaßen war von den Bambinis bis hin zur A-Jugend auf dem Freudenberg zuhause und war stets Leistungsträger im blau-weißen Trikot. Letzten Sommer wechselte Julian in die 1. Herrenmannschaft und trat zuletzt in Sachen Fußball etwas kürzer, weil das Abitur anstand.
 
Im März hingen die Abiturienten aber etwas in der Luft, oder?
 
Julian: „Ja, weil die Abiturprüfungen verschoben wurden, habe ich nach den Osterferien bis zum 8. Mai wieder Unterricht. Voraussichtlich finden die Prüfungen ab dem 12. Mai statt.“
 
Und wie sieht es momentan mit den Feiern aus?
 
Julian: „Der Abiball wurde noch nicht verschoben und findet wie geplant in der Erich-Fried Gesamtschule statt. Meinen Geburtstag kann ich leider nicht wie geplant feiern, weshalb ich meinen Geburtstag nachholen werde.“
 
Wie bleibt man trotz Prüfungen und Zwangspause in Form?
 
Julian: „Da ich mich auch momentan mehr auf meine Sport-Praxisprüfungen im Abitur fokussiere, mach ich viele Kraft- und Stabilisationsübungen.“

 
Anke Gottwald leitet den Kurs Aquajogging, der Freitagsmorgen im Schwimmleistungszentrum Küllenhahn stattfindet. Im Schul- und Sportzentrum ist es seit Wochen still. Das Element Wasser fehlt den Aktiven, die gerade die gelenkschonende Bewegung beim Wassertreten schätzen.
 
 
Für jemanden, der so aktiv und gerne unter Leuten ist, ist der „Stubenarrest“ eine harte Prüfung
 
Anke: „Ich bin gerade für zwei Wochen in Quarantäne, da ich aus Ägypten nach Hause fliegen musste mit der Rückholaktion. Natürlich fehlt mir das Schwimmbad und der Aquajoggingkurs. Mir fehlen aber auch meine anderen Kurse. Deshalb habe ich das Gefühl, dass ich gerade einroste, da ich mich wenig bewege. Ich greife jetzt auf den YouTube Kanal zu und bewege mich so auf verschiedenen Gebieten: Yoga, Faszien- und Cardiotraining. 
 
Am 2. April geht es wieder an die Luft
 
Anke: „Donnerstag kann ich endlich wieder arbeiten gehen. Ich arbeite in einer ambulanten Reha und wir haben auch noch geöffnet. Mal sehen wie lange noch...

 
Gerne stellen wir Christian Mauersberger vor: Das Germania-Eigengewächs hat bereits letzte Saison beim Tischtennis für Furore gesorgt und  sich mit dem Titel des Bezirkssmeisters geschmückt. In dieser Saison gehört der 20-Jährige zu den Leistungsträgern der 1. Mannschaft in der Verbandsliga.
 
Am 14. März stand die große Herausforderung an gegen den Tabellenführer MTG Horst in Essen anzutreten. Dann kam der shutdown. Ist Dir jetzt nach pausieren?
 
Christian: „Momentan mache ich viel Fitness, also fahre Fahrrad, ab und zu laufen und viel Krafttraining, besonders für die Beine, Bauch und Rücken. Mir ist es wichtig, dass ich körperlich so fit bleibe wie während der Saison.“
 
Und eine Tischtennisplatte, gehört diese nicht zum Inventar der Familie Mauersberger?
 
Christian: „Wir haben einen Tischtennistisch in der Garage, wo ich mit meinem Bruder ungefähr dreimal die Woche spiele. Kann man nicht mit dem Training in der Halle vergleichen, aber ist definitiv besser als gar nicht zu spielen.“
 
Das Studentenleben findet wohl auch zuhause statt.
 
Christian: „Mir fehlt aktuell grundsätzlich die Freiheit, wieder mehr draußen zu sein, mit Freunden etwas unternehmen, der normale Tagesrhythmus mit der Uni und dem abendlichen Training in der Halle etc. Und natürlich hoffe ich, dass alle die Krise gut überstehen werden.“
 
Aus Sicht des Vereins können wir wohl auf einen bestens trainierten Fabian Mauersberger zählen. Der jüngere Bruder von Christian zählt ebenfalls zu Germanias Tischtennis-Talenten. Foto: Christian als Coverboy unseres Vereinsheftes

 
Peter Goldmann unterrichtet Aikido - das ist eine betont defensive moderne japanische Kampfkunst – an Erwachsene, Jugendliche und Kinder. Er selbst lernt bei Ludger Müller (5.Dan) und Miko Gottschalk (5.Dan) lernt, hat die Prüfung zum Schwarzgurt bei Katsuaki Asai (8.Dan), einem direkten Schüler Ueshibas, erfolgreich abgeschlossen. In der Zwangspause hat er sein Keiko-Gi - die Trainingsbekleidung des Aikidoka – gegen lässige Kleidung getauscht. 
 
Welcher Sport steht in diesen Wochen an?
 
Peter: „Ich halte mich fit in dieser Zeit! Gehe täglich 5 Km laufen. Ansonsten mache ich noch mein Stretching zu Hause und ein wenig Bauchmuskeltraining. Liegestütze oder so sind im Moment nicht drin, da ich eine kleine OP am Arm hatte.“
 
Deine Aikido-Kids genießen verlängerte Osterferien. Hast Du Kontakt zu Deinen Schülern?
 
Peter freudig: „Seit dieser Woche läuft auch das Kindertraining online. Nach anfänglichen technischen Problemen klappt es jetzt ganz gut über Skype und die Beteiligung ist auch sehr gut! Alles in allem versuchen wir die Zeit so gut wie es geht trainingsmäßig zu überbrücken damit nicht zu viel von dem erlernten aus den Köpfen der Kinder verloren geht.“ Und fügt hinzu „ die Erwachsenen sind da leider etwas träger und haben auf mein Onlineangebot nicht reagiert...“

 
Damian Schary, Trainer der 1. Mannschaft, etablierte sich gerade mit seinem Team im Mittelfeld der Bezirksliga als das Aus kam. Eigentlich eine komfortable Situation denn Germanias Fußballer brauchen keine Gedanken um Aufstieg oder Abstieg zu verschwenden. Wohl muss sich Damian überlegen wie alle Kicker in Form bleiben.
 
Wie hält sich der frühere Abwehrspieler und heutige Trainer fit?
 
Damian: „Aktuell bisschen auf dem Ergometer. Bis vor kurzen aber noch regelmäßig beim EMS-Training gewesen.“
 
Und wie werden die Spieler rangenommen?
 
Damian: „Als Vorgabe habe ich den Jungs erteilt, dass sie zweimal die Woche laufen sollen und diese Laufeinheiten auch digital festhalten. Die Werte sollen sie mir dann zuschicken.“
 
Fußball ist ja bekanntlich ein Laufsport. Das Miteinander auf dem Feld leidet. Der Trainer auch?
 
Damian: „Was mir besonders fehlt sind die Einheiten mit den Jungs und die regelmäßigen Spiele. Und natürlich das Treffen mit Freunden, das ja aktuell nicht erwünscht ist.“

Zunächst möchten wir Fabian Horn aus Germanias Kampfsportabteilung vorstellen: Fabian ist Diplom-Fachsporttrainer für chinesische Selbstverteidigung und trägt folgende Auszeichnungen 5. Dan Ken Bujutsu, 3. Toan Dju-Su und 3. Dan Jiu-Jitsu.


Auch dieser Sport ruht und wir möchten wissen, womit sich ein Kampfsportler momentan bei Laune hält


Fabian: “Laufen oder Radfahren fallen für mich momentan leider flach, wegen Knieproblemen. Aber ich trainiere zuhause für mich auf verschiedenste Arten: Das reicht vom einfachen dehnen, über hilfsmittelfreie Übungen wie Liegestütz oder Situps bis hin zu kleinen Hilfsmitteln wie Terraband, Kettlebell und Hanteln. Aber auch Haushaltsgegenstände wie ein Wasserkasten kann sehr nützlich sein. Was die kampfsportliche Seite betrifft ist es etwas schwieriger zuhause etwas zu machen. Aufgrund des Kontaktverbotes hat nicht jeder einen Partner zuhause, mit dem er ein paar Techniken üben kann. Allerdings wäre eine Möglichkeit zuhause für sich selbst Grundschule (also das Formen laufen) zu machen. Ich überlege momentan, eine Kata (eine fest vorgegebene Form) für unsere Schüler zu filmen, damit sie das zuhause üben können und wenn wir dann wieder gemeinsam in der Halle trainieren, die dann zusammenzulaufen. Das habe ich jetzt auch schon mit Rückenübungen für unsere Schüler für zuhause gemacht. Einige haben bestimmt Lust, sich sportlich zu betätigen, aber wissen vielleicht nicht so recht wie. Daher ein kleiner Videoleitfaden.“


Und wie sehr hat sich beruflich bei Fabian was verändert?


Fabian: "Beruflich ist es bei mir mittelmäßig stressig. Ich arbeite in einer Verwaltung in der Buchhaltung und unter anderem fallen Kindergärten in meinen Bereich. Da geht es dann um Erstattungen von Zahlungen, aufgeregten Eltern, ob sie Ihr Kind trotzdem bringen dürfen oder nicht, und so einiges mehr. Home-Office ist leider nicht drin, da ich viele Ordner und Unterlagen brauche, die ich nicht alle mit nach Hause schleppen kann. So habe ich immer noch eine gewisse Routine und mir fällt zuhause nicht die Decke auf den Kopf.“


Und was kommt zu kurz beim Shutdown?


Fabian: “Am meisten fehlt mir durch das Kontaktverbot natürlich das Miteinander, ob im Verein beim Sport oder privat mit Freunden treffen. Aber da führt nun mal kein Weg dran vorbei und so mache ich das Beste draus, halte mich fit und versuche andere zu motivieren. Und wenn der Sportbetrieb dann wieder losgeht, macht es sicher umso mehr Freude mit guten Freunden zu trainieren.“


 

Christian David macht eine Vollbremsung. Der beste Torjäger der 1. Mannschaft landete elf Saisontreffer und es sollten noch mehr werden...

Jetzt zieht sich der 24-jährige Stürmer ins Grüne zurück. Christian: „Zum Glück gibt es bei mir in der Nähe direkt einen Wald, wo ich in Ruhe meine 8-10 km laufen kann. Dazu kommen ein- bis zweimal die Woche Kraft- und Stabilitätsübungen in Kombination mit Sprinttraining zuhause im Garten.“

Im Marscheider Wald seine Runden drehen hält sicherlich die Form, doch der Freudenberg lockt viel mehr. Christian: „ Natürlich fehlt der Fußball mir am meisten und dazu zählt nicht nur der Sport an sich, sondern auch die Interaktionen mit dem gesamten Team. Zurzeit ist es natürlich auch schwierig sich mit seinen Freunden zu treffen. Sicherlich gibt es auch andere Wege mit denen zu kommunizieren, aber das ist natürlich nicht dasselbe.“